Ein kleiner Artikel darüber, wie ich mit meinen Models umgehe und wie man es nicht machen sollte.
triebhafte Hobbyfotografen – Anfassen verboten!!
Immer wieder stößt man als Fotograf oder Künstler in der Menschenfotografie auf Mißtrauen. Gerade wenn man sich mit Aktfotografie oder Fetischfotografie beschäftigt. Heute bin ich mal wieder auf eine Nachrichtenmeldung gestoßen, dir mir mal wieder beweisst, dass es diese schwarzen Schafe immer noch gibt. Diese Typen, die eine ganze Szene in Verruf bringen, indem sie junge Frauen mit Fotoshootings ködern, um sich dann unsittlich über sie herzumachen. Es muss nicht immer der große Übergriff sein, es geht teilweise auch viel latenter…
Zum Beispiel bekomme ich immer Feedback von Modellen, die von anderen Fotografen angefasst wurden. Hier mal gepatscht und dort mal getatscht unter dem Vorwand, die Pose korrigieren zu wollen.
Meine Meinung zum Anfassen von Modellen ist eindeutig. Es gibt keinen Grund, seine Modelle anzufassen. Sollte es doch mal notwendig werden, gehört es nicht nur zum guten Ton, dass man fragt, sondern verhindert auch den Tatbestand einer Körperverletzung. Denn nichts anderes ist es, wenn ich ungefragt, Menschen anfasse.
In meinem Fall halte ich es so, dass ich bei Portrait oder Aktfotografie, generell niemanden anfasse. Es ist fast zu einem netten Spiel für mich geworden, Menschen verbal mit Worten so zu dirigieren, dass ich zu dem Ergebnis komme, welches ich haben wollte. Dabei kommt es auf Kommunikation an und man lernt, sich so auszudrücken, dass die Anweisungen beim Gegenüber auch richtig ankommt.
Manches mal ergeben sich dadurch auch humorvolle Situationen, welche ganz gut dafür sorgen, die Situation zusätzlich zu entspannen, so dass die Chance auf gute Fotos noch besser wird.
Sollte ich eines meiner Bondagefotoshootings machen oder mal ein Bodypainting anlegen wollen, wird vorab genau abgesprochen, was passiert und was nicht. Nur so kann man Vertrauen produzieren und man bekommt am Ende wirklich schöne Aufnahmen.
Wie haltet ihr das so?
Sind euch Fälle bekannt als Model oder Fotograf, wo etwas passiert ist, was ihr nicht wolltet?
Und für all die Schmuddelfotografen, die es nicht lassen können, ihre Modelle zu belästigen ist die Pose meines Lieblingsmodels Ilka wohl eindeutig.
Oktober 23rd, 2008 at 19:19
Anfassen ist verboten!
Nur in Ausnahmefällen und mit Zustimmung des Models. Und dann bestimmt nicht da, wo man(n) gerne hingreifen will….
November 10th, 2008 at 19:57
Aha!
Zitat: “sondern verhindert auch den Tatbestand einer Körperverletzung.”
Berührungen sind keine Verletzungen, sondern Übergriffe in den sexuellen Selbstbestimmungsbereich!
Ich denke, dass der Verfasser dieser Seite einen großen Konflikt damit hat und nicht die richtigen Worte findet. Wieso meint er, er sei besser, wenn er über andere Lästert?
— >> dies ist eine Form von unlauteren Wettbewerb in Form von verbotenen Rhetoriken.
November 10th, 2008 at 20:36
also ich muss dir recht geben, was die juristische auswertung betrifft. dafür bin ich dann wohl zu wenig anwalt und zuviel fotograf.
wo ich allerdings wehement gegensteuern muss, ist der vorwurf des unlauteren Wettbewerbs, denn ich stehe in keinem Konkurenzverhältnis zu anderen, denn ich biete meine Fotoshootings unentgeltlich an und bin nicht darauf angewiesen, Geld damit zu verdienen.
Auch gelästert hat hier niemand, denn es wurden keine Personen an den Pranger gestellt. Es sind lediglich Tatsachenberichte, darüber, was Modelle bei anderen Fotografen erleben “durften”.
Wie im Artikel selbst beschrieben, halte ich es für völlig unnötig, seine Modelle anzufassen. Zumindest wenn man über die nötige verbale Kapazität verfügt, es anders zu tun
November 25th, 2008 at 21:36
*g* Es scheint fast so, als fühle sich jemand angesprochen.
November 25th, 2008 at 21:38
ja… man könnte es fast vermuten…
November 27th, 2008 at 23:43
Ich finde die ganze Diskussion eigentlich lächerlich – WARUM sollte ein Photograph, dessen Aufgabe es ist, jemanden zu photographieren, denn direkt in Kontakt zum Model treten – ich meine, keine Anforderung an ein gutes Photo impliziert die Notwendigkeit, dass der Photograph das Model berührt. Das müsste eigentlich doch alles per verbaler Anweisungen funktionieren. Deshalb finde ich es ganz verwerflich, was der abgezogen hat.
Januar 7th, 2009 at 22:33
gerade wenn mann akt oder fetisch fotografiert wird eine irgendwie geartete “beziehung” zwischen model und fotograf benötigt um ein entspanntes arbeiten und schöne bilder am ende zu haben.
wenn ich als model unterwegs wäre und auch für derart bilder zur verfügung stehe, dann würde ich mich ohne vorgespräch nicht auf ein shooting einlassen und schon gar nicht in einem hotel.
das rechtfertigt aber in keinster weise das widerwärtige verhalten des (fotograf ist eindeutig falsch) kunden/arschl../? und gehört so richtig doll bestraft!
cu ollie
Januar 11th, 2009 at 12:40
Ich gestehe: Ich fasse an!
Meine Modelle wissen das, denn es ist vorher mit ihnen abgesprochen. Ich finde es grenzwertig, unreflektiert in die Welt zu blasen, dass jeder Fotograf, der anfasst auch gleich ein Sittenstrolch ist. Und ich möchte wirklich gerne mal miterleben, mit welchem Zeitaufwand und Worten ein Fotograf einem Modell klar macht, dass es sich auf einen ganz bestimmten anatomischen Punkt an ihrem/seinen Körper konzentrieren soll.
Eine differenzierte Ausdrucksweise gerade bei diesem Thema wäre wünschenswert!