Ein kleines Tutorial zu der Entstehung einer Bildbearbeitung von mir. Hilfe die Körperfresser kommen. :-)

Vorher-Nachher: Körperfresser

Körperfresser Schritt 1
Körperfresser Schritt Final
Wie man einen ganz normalen Jungen von Nebenan in einen Körperfresser verwandelt, möchte ich hier einmal zeigen. Alles was man dafür braucht, ist ein netter Junge von Nebenan, ein Photoshop als Bildbearbeitungsprogramm, ein paar Texturen, ein WACOM-Grafiktablett, ein guter Wein und möglichst melancholische Musik um auf die richtigen Ideen zu kommen. Ich hatte zufällig alle Zutaten hier liegen und somit konnte ich mich gleich ans Werk machen.

Körperfresser Schritt 1

Ausgangsfoto Vorher

1. Schritt
Wir locken unseren netten Jungen von Nebenan ins Fotostudio und sagen ihm, dass er doch bitte mal Lächeln solle. Dafür eignen sich Methoden wie das übliche „Cheeeeese“ oder aber sehr beliebt ist auch der Einsatz von einigen Gläsern alkoholischen Muntermachern. Manch einem Model liegt es auch einfach im Blut ein Lächeln auf diese bezaubernde Art und Weise zu präsentieren. In meinem Fall trifft keines von allem zu, denn mein Model hier hatte einfach Talent und bewies dies, als ich ihm von meiner Shootingidee erzählte. Somit haben wir unser Ausgangsfoto.

Körperfresser Schritt 2

Haut weich

2. Schritt
Nachdem wir unser bezauberndes Lächeln eingefangen haben, machen wir uns sogleich daran, es ein wenig zu verfeinern. Als rein mit dem Bild in die Bildbearbeitung und wie immer als erstes die Hintergrundebene duplizieren. Nun stempeln wir als erstes alle Hautunreinheiten weg, die uns im Bild stören. Anschließend zeichnen wir das Bild mittels Hochpassmethode weich um die Weichzeichnung auch gleich wieder von den Stellen zu nehmen, die wir scharf haben wollen. Das Ergebnis ist ein hübscher Jüngling mit Seidenpopohaut.

Körperfresser Schritt 3

Details verstärken

3. Schritt
So mit ganz weicher Babypopohaut ist es unter den Körperfressern allerdings nicht allzu leicht zu leben, daher bemühen wir uns jetzt, unserem Körperfresser mit ein paar mehr Details auszustatten. Dazu wiedermal Ebene duplizieren, den Hochpassfilter anwenden, Ebene maskieren und invertieren um dann mit dem Stift die Details nachzuzeichnen. Anschließend wird dann noch ein wenig mit Licht gezeichnet indem wir uns eine Ebene Grau anlegen und im Überlagerungsmodus „Strahlendes Licht“ schalten. Jetzt mit Weiss und Schwarz bei einer sehr geringen Deckkraft die Lichter und Schatten einzeichnen. Und schon sieht unser Jünglich schon ein wenig mehr plastisch aus.

Körperfresser Schritt 4

Hintergrund – Kontrast

4. Schritt
Als nächstes erhöhen wir den Kontrast indem wir eine Einstellungsebene SW im Modus weiches Licht überlagern und in den Einstellungen nun alle Kanäle einzeln in ihrer Helligkeit beeinflussen können. Jetzt sieht unser Körperfresser schon anständig böse aus und könnte mit seinen Freunden spielen gehen. Aber in unserem Fotostudio ist ihm so ganz und gar nicht nach spielen, weshalb wir ihn gleich in einen anderen Hintergrund setzen werden. Besser ausgedrück wäre es, dass wir den Hintergrund in ihn versetzen, da wir nach diesem Hintergrund ändern Tutorial vorgehen, was uns das Leben erheblich einfacher macht, als ihn mühevoll freizustellen. Mit einer Einstellungsebene Farbbalance werden wir nun noch schnell unseren Körperfresser an den Hintergrund angleichen, damit er sich besser einfügt.

Körperfresser Schritt 5

Sättigung Kontrast Farbe

Schritt 5
Jetzt werden wir das ganze Bild noch ein wenig entsättigen, weil unserem kleinen Körperfresser die ganze Farbe nun wirklich nicht gut tut. Anschließend werden wir mit einer Ebene SW nochmals diverse Details mit ein wenig mehr Kontrast versehen. Und mit einer Ebene Tiefen und Lichter werden wir die Augen nochmals ein wenig aufhellen, damit der Kleine glänzende Augen bekommt. Im Grunde wären wir jetzt schon fertig und wir hätten unseren Körperfresser dort, wo wir ihn haben wollen. Modus „Schön Böse“

Körperfresser Schritt Final

Finale Version

Schritt 6
Alles was jetzt noch passiert ist reine Geschmacksache. Ich mag es, wenn sich Struckturen und Texturen über Bilder legen. Dabei einfach mal das Auge entscheiden lassen und ein wenig duch die Überlagerungsmodi zappen. Ist 1. sowieso unterhaltsamer als das derzeitige Fersehprogramm und 2. stellt man dabei fest, wie sich bestimmte Überlagerungsmodi verhalten.

In diesem Sinne viel Spass und Kritik, Lob oder überhaupt ein Kommentar sind gerne gesehen